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Fraktionsbericht team baden zur Einwohnerratssitzung vom 31. Januar 2012
BNO genügt den Anforderungen nicht
Das Parkhaus Gartenstrasse hätte unbestritten eine Sanierung nötig. Dennoch irritiert die Vorlage: Die Nachhaltigkeitsbeurteilung des Projekts zeigt auf, dass ein Neubau vorteilhafter wäre; zudem wird keine Aussage auf die Abstimmung der Parkplatzzahl mit den geplanten Park&Ride-Anlagen gemacht. Noch stossender ist, dass sich für die nächsten 20 bis 25 Jahre an zentralster Lage neben einem Park statt dringend benötigtem Wohnraum parkierte Autos des Sonnenlichts erfreuen sollen. Ist das noch zeitgemäss? Wir finden nicht. Daher wird das team baden beantragen, die Vorlage zu Gunsten einer vertieften Abklärung eines Neubaus zurückzuweisen. Ebenso unzeitgemäss ist der Antrag des Stadtrats die Motion zur Überarbeitung des Energieleitbilds nicht zu überweisen. Die Begründung enttäuscht. Gemäss dieser soll sich die Energiestadt mit Goldlabel einem Bekenntnis zu einem Umstieg auf erneuerbare Energien und einem schrittweisen Verzicht auf die Atomenergie (innerhalb von mehr als einem Jahrzehnt, wohlgemerkt!) verschliessen, während die nationale Energiepolitik diesen Weg einschlägt. Rückständig, findet das team baden, und einer fortschrittlichen Stadt unwürdig. Die BNO-Teilrevision wird von einer Mehrheit des teams abgelehnt. Unbestritten ist die Notwendigkeit der Revision an sich und die Schaffung eines Gestaltungsplans für den Bereich 'Limmatknie'. Die in der BNO definierten Vorgaben an den Gestaltungsplan genügen allerdings den hohen Anforderungen, die an einen Gestaltungsplan zu stellen sind, nicht. So hält die BNO fest, dass Bauten und Anlagen sich in den Fluss- und Uferraum einzufügen haben, während die Umgebung das Orts- und Landschaftsbild wahren muss. Damit trägt die BNO der städtebaulichen Bedeutung des Quartiers nicht genügend Rechnung: Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb eine gute Anpassung an die bauliche Umgebung nicht auch für Bauten und Anlagen verlangt werden sollte. Den übrigen Geschäften stimmt das team baden zu. Wir begrüssen eine Neugestaltung der Weiten Gasse wie auch die Einrichtung einer Buslinie zwischen Dättwil und Neuenhof. An der nächsten Sitzung verabschieden wir unser langjähriges Fraktionsmitglied Ruth Müri. Sie hat die letzten beiden Jahre als Einwohnerratspräsidentin und in den Jahren zuvor als Fraktionspräsidentin mit ihrer überlegten und weitsichtigen Art überzeugt und wesentlich zu einer guten Ratskultur beigetragen.

 
Postulat
Energietarife mit Lenkungswirkung
Die herkömmlichen Stromtarifsysteme wirken sich negativ auf einen effizienten und sparsamen Stromverbrauch aus. Ein hoher Stromkonsum wird heutzutage mit niedrigen Tarifen und einheitlichen Grundpauschalen gegenüber einem sparsamen und effizienten Verbrauch belohnt. Mit einer progressiven Tarifstruktur hingegen kann eine signifikante Stromeinsparung erreicht resp. eine Stromverbrauchszunahme verhindert werden. Der Stadtrat soll daher beauftragt werden, die Einführung von progressiven Energie- und Netznutzungstarifen mit Lenkungswirkung zu prüfen.
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Erreichtes in der Politik
Von der Alimentenbevorschussung bis zur Kurparkinitiative
Lesen Sie hier, wo das team baden erfolgreich aktiv war.
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Agenda team baden
 
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aktuell

Bäderquartier
Dem Ortsbildschutz mehr Gewicht geben
Das team hat sich im Rahmen der ersten Mitwir­kung (Mai 2010) zu den geplanten Änderungen der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) im Be­reich "Limmatknie" sowie zur dazugehörigen Entwicklungsrichtplanung und zu Erschliessungs­fragen geäussert. Es verging anschliessend über ein Jahr, bis der Stadtrat seinen Mitwirkungsbe­richt vorlegte und zu den Eingaben Stellung nahm.
 
Obschon das team baden eine Aufwertung des Bäderquartiers seit jeher begrüsst und die ent­spre­chenden Bemühungen des Stadtrats schätzt, mussten Parteivorstand und Fraktion feststellen, dass die mit erster Mitwirkung eingebrachten An­regungen betreffend einer städtebaulichen Ein­passung bzw. einer Reduktion der Volumen bei Neubauten nicht ausreichend berücksichtigt worden sind und zur Auffassung des Stadtrats grundlegende Dif­ferenzen bestehen.
 
Die Kernanliegen des teams, Neu- und Umbau­ten besser in die bestehende, historisch gewach­sene und damit kleinteilige städtebauliche Struk­­tur einzupassen, die Fläche des heutigen Staad­hofes dem Kernbereich Bäderzone zuzu­wie­sen und sie damit dem Schutz von § 18 BNO zu unterstellen sowie eine klare Definition zuläs­si­ger Bauteile in der Zone "Ba" vorzunehmen, ha­ben für das team baden indes nach wie vor Gül­tigkeit.
 
Damit geht es nun in die zweite Runde der Mit­wirkung. In der Annahme, der Stadtrat werde an seiner Beurteilung festhalten, verzichtet das team jedoch darauf, genannte Anliegen im Rah­men der laufenden zweiten Mitwirkung erneut im Grundsatz einzubringen. Einzig hinsichtlich Orts­bildschutz wird sich das team nochmals ein­bringen: Es sollen sich nicht nur, wie vom Stadt­rat vorgeschlagen, Neubauten am Kurplatz in ih­rer Volumetrie in das bestehende Ensemble ein­fü­gen müssen, sondern vielmehr alle Bauten im Be­reich Limmatknie. Die Abstimmung im Ein­wohnerrat folgt im Dezember 2011. Im Einzelnen stellt das team baden folgende Anträge: